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Kurz gesagt: „Tomaten auf den Augen haben“ bedeutet umgangssprachlich: etwas Offensichtliches nicht sehen oder nicht sehen wollen. Ursprünglich bezog sich die Wendung auf verquollene, gerötete Augen.
Der Vorwurf kommt selten freundlich – und fast immer im Straßenverkehr oder beim Suchen.
Was sie bedeutet
Wer Tomaten auf den Augen hat, übersieht etwas, das direkt vor ihm liegt. Die Wendung schwingt zwischen zwei Vorwürfen: nicht sehen können und nicht sehen wollen.
Die Herkunft
Ursprünglich bezog sich die Redewendung auf verquollene Augen und gerötete Bindehäute. Sie bedeutete, dass jemand verschlafen aussieht – die rote Farbe der Tomate steht für das gerötete Auge. Aus dem verschlafenen Blick wurde später der übersehende Blick.
Beispiel
„Haben Sie Tomaten auf den Augen oder was?“ – so oder ähnlich fällt die Wendung meist, wenn jemand etwas Offensichtliches nicht bemerkt hat.
Verwandte Wendung
Das Wiktionary nennt als Synonym „Knöpfe auf den Augen haben“. Sie ist deutlich seltener, meint aber dasselbe.
Auf einen Blick
| Angabe | Stand |
|---|---|
| Bedeutung | etwas Offensichtliches übersehen |
| Register | umgangssprachlich |
| Ursprüngliche Bedeutung | verquollene, gerötete Augen – verschlafen aussehen |
| Synonym | Knöpfe auf den Augen haben |
Häufige Fragen
Was bedeutet „Tomaten auf den Augen haben“?
Etwas Offensichtliches nicht sehen oder nicht sehen wollen.
Woher kommt die Redewendung?
Sie bezog sich ursprünglich auf verquollene Augen und gerötete Bindehäute – also auf einen verschlafenen Blick.
Gibt es ein Synonym?
Ja: „Knöpfe auf den Augen haben“.
Ist die Wendung beleidigend?
Sie ist vorwurfsvoll, gilt aber als umgangssprachlich, nicht als grobe Beleidigung.
Warum ausgerechnet Tomaten?
Wegen der Farbe: Die rote Tomate steht für das gerötete Auge.
Quellen
Stand: September 2026 · geprüft von der Redaktion
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Geschrieben von Bella, Redaktion sprichwortatlas.de — sie schreibt hier über Redewendungen und ihre Herkunft.






