Alles in Butter: Bedeutung und Herkunft

Aktualisiert am 24.09.2026 · Lesezeit 2 Min.

Kurz gesagt: „Alles in Butter“ bedeutet: alles in Ordnung. Die Wendung geht darauf zurück, dass im Mittelalter zerbrechliche Waren in erstarrter Butter transportiert wurden.

Eine der wenigen deutschen Redewendungen, deren Herkunft sich tatsächlich erklären lässt – und zwar über eine Transporttechnik.

Was sie bedeutet

„Alles in Butter“ heißt schlicht: alles in Ordnung. Die Wendung ist seit dem frühen 20. Jahrhundert literarisch belegt, etwa bei Kurt Tucholsky (1921) und Erwin Piscator (1929).

Die Herkunft: Geschirr in Butter

Zerbrechliche Gegenstände wie Gläser und Geschirr wurden im Mittelalter in flüssige Butter eingelegt. Nach dem Erstarren transportierte man sie als Block – so überstanden sie den Weg über schlechte Straßen ohne Bruch. Kam die Ware heil an, war eben alles in Butter.

Eine zweite Erklärung

Daneben gibt es die Deutung, die Wendung beziehe sich auf Speisen, die mit Butter statt mit billigeren Fetten zubereitet wurden. Das Wiktionary führt diese Erklärung ausdrücklich mit „vermutlich“ – sie ist also weniger gesichert als die Transporterklärung.

Belege aus der Literatur

  • „Und wenn im Finale des zweiten Akts die Busen wogen, dann ist alles in Butter“ – Kurt Tucholsky, 1921
  • „Leisten konnte man es sich ja, das Rottersche Ideal: hier wird alles in Butter gekocht.“ – Erwin Piscator, 1929

Auf einen Blick

Angabe Stand
Bedeutung alles in Ordnung
Herkunft Transport zerbrechlicher Ware in erstarrter Butter, Mittelalter
Zweite Deutung Speisen in Butter statt billigerem Fett – laut Wiktionary nur vermutet
Früher Beleg Kurt Tucholsky, 1921

Häufige Fragen

Was bedeutet „alles in Butter“?
Alles in Ordnung.

Woher kommt die Redewendung?
Im Mittelalter wurden Glas und Geschirr in flüssige Butter gelegt und nach dem Erstarren als Block transportiert, um Bruch zu vermeiden.

Gibt es eine zweite Erklärung?
Ja, den Bezug auf Speisen, die mit Butter statt billigerem Fett zubereitet wurden. Sie gilt als weniger gesichert.

Seit wann ist die Wendung belegt?
Literarische Belege gibt es seit dem frühen 20. Jahrhundert, etwa bei Tucholsky 1921.

Ist die Wendung umgangssprachlich?
Ja, sie gehört zur Alltagssprache.

Quellen

Stand: September 2026 · geprüft von der Redaktion

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