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Kurz gesagt: „Alles in Butter“ bedeutet: alles in Ordnung. Die Wendung geht darauf zurück, dass im Mittelalter zerbrechliche Waren in erstarrter Butter transportiert wurden.
Eine der wenigen deutschen Redewendungen, deren Herkunft sich tatsächlich erklären lässt – und zwar über eine Transporttechnik.
Was sie bedeutet
„Alles in Butter“ heißt schlicht: alles in Ordnung. Die Wendung ist seit dem frühen 20. Jahrhundert literarisch belegt, etwa bei Kurt Tucholsky (1921) und Erwin Piscator (1929).
Die Herkunft: Geschirr in Butter
Zerbrechliche Gegenstände wie Gläser und Geschirr wurden im Mittelalter in flüssige Butter eingelegt. Nach dem Erstarren transportierte man sie als Block – so überstanden sie den Weg über schlechte Straßen ohne Bruch. Kam die Ware heil an, war eben alles in Butter.
Eine zweite Erklärung
Daneben gibt es die Deutung, die Wendung beziehe sich auf Speisen, die mit Butter statt mit billigeren Fetten zubereitet wurden. Das Wiktionary führt diese Erklärung ausdrücklich mit „vermutlich“ – sie ist also weniger gesichert als die Transporterklärung.
Belege aus der Literatur
- „Und wenn im Finale des zweiten Akts die Busen wogen, dann ist alles in Butter“ – Kurt Tucholsky, 1921
- „Leisten konnte man es sich ja, das Rottersche Ideal: hier wird alles in Butter gekocht.“ – Erwin Piscator, 1929
Auf einen Blick
| Angabe | Stand |
|---|---|
| Bedeutung | alles in Ordnung |
| Herkunft | Transport zerbrechlicher Ware in erstarrter Butter, Mittelalter |
| Zweite Deutung | Speisen in Butter statt billigerem Fett – laut Wiktionary nur vermutet |
| Früher Beleg | Kurt Tucholsky, 1921 |
Häufige Fragen
Was bedeutet „alles in Butter“?
Alles in Ordnung.
Woher kommt die Redewendung?
Im Mittelalter wurden Glas und Geschirr in flüssige Butter gelegt und nach dem Erstarren als Block transportiert, um Bruch zu vermeiden.
Gibt es eine zweite Erklärung?
Ja, den Bezug auf Speisen, die mit Butter statt billigerem Fett zubereitet wurden. Sie gilt als weniger gesichert.
Seit wann ist die Wendung belegt?
Literarische Belege gibt es seit dem frühen 20. Jahrhundert, etwa bei Tucholsky 1921.
Ist die Wendung umgangssprachlich?
Ja, sie gehört zur Alltagssprache.
Quellen
Stand: September 2026 · geprüft von der Redaktion
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Nico Thalmann schreibt fuer sprichwortatlas.de und belegt Regeln mit Woerterbuechern und Fachliteratur.

Nico probiert Apps und Geräte aus, bevor er sie empfiehlt, und schreibt über Tastenkürzel, Einstellungen und Abkürzungen im Alltag.






