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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Vakant bedeutet „unbesetzt“ oder „frei“. Das Wort beschreibt ein Amt, eine Stelle oder einen Titel, den im Moment niemand innehat. Die Vakanz endet, sobald jemand die Position übernimmt.
Kurzantwort: Vakant heißt unbesetzt. Eine vakante Stelle gibt es im Plan, aber es arbeitet gerade niemand darauf. Synonyme sind frei, offen und leer.
Vakant Bedeutung: Definition und Herkunft
Das Adjektiv „vakant“ gehört zur gehobenen Sprache. Das Wörterbuch DWDS führt es mit den Bedeutungen „unbesetzt“ und „offen“ auf. Es stammt vom lateinischen „vacare“ ab, was „leer sein“ heißt. Das dazugehörige Substantiv lautet „die Vakanz“. Es geht laut Wikipedia auf das mittellateinische „vacantia“ zurück, also „das Freisein, Leersein“.
Wer das Wort hört, denkt meist an Stellenanzeigen. Tatsächlich reicht der Gebrauch weiter. Auch Ämter, Sitze, Titel und manchmal Wohnungen können vakant sein. Der Begriff setzt immer voraus, dass die Position grundsätzlich vorgesehen ist. Ein Büro, das nie geplant wurde, ist nicht vakant. Es existiert schlicht nicht.
Was heißt „Stelle ist vakant“ im Berufsleben?
Im Arbeitsalltag bezeichnet „vakant“ eine Planstelle ohne Inhaber. Die Stelle steht im Stellenplan, wurde aber nicht oder noch nicht neu besetzt. Das passiert nach einer Kündigung, einem Ruhestand oder einem Wechsel in eine andere Abteilung. Auch neu geschaffene Stellen sind bis zur Einstellung vakant.
Personalabteilungen sprechen dann von der Vakanzzeit. Sie umfasst den Zeitraum zwischen dem Abschied des bisherigen Mitarbeiters und dem Start der Nachfolge. In dieser Zeit verteilt das Team die Aufgaben oft auf mehrere Schultern. Wer einen Kollegen verabschiedet, findet passende Worte in den Wünschen zum Ruhestand für Kollegen.
Typische Beispielsätze
- „Die Leitung der Abteilung ist seit März vakant.“
- „Wir haben drei vakante Stellen im Vertrieb.“
- „Der Posten des Schatzmeisters bleibt bis zur Wahl vakant.“
- „Das Amt wurde nach dem Rücktritt vakant.“
Vakant im Kirchen- und Amtsdeutsch
Besonders häufig taucht der Begriff in der Kirche auf. Wikipedia beschreibt, dass die Zeit einer ausgeschriebenen Pfarrstelle traditionell Vakanzzeit heißt. Stellen, die nie wieder besetzt werden sollen, gelten als dauervakant.
Der bekannteste Fall ist die Sedisvakanz. Sie bezeichnet die Zeit ohne Papst, wörtlich den „leeren Stuhl“. Auch jeder andere Bischofssitz kann vakant sein. Während dieser Phase führt in Rom das Kardinalskollegium die laufenden Geschäfte. Ihr Wappen zeigt Petrusschlüssel und einen Baldachin statt der Tiara.
Vakant im Sport und in anderen Bereichen
Im Sport gilt ein Titel als vakant, wenn ihn niemand hält. Das kommt im Boxen oder Wrestling vor, wenn ein Champion den Gürtel niederlegt oder gesperrt wird. Der Verband setzt dann einen Kampf an, dessen Sieger den freien Titel bekommt.
Auch in der Politik ist das Wort geläufig. Ein Mandat oder Ministeramt wird vakant, wenn der Inhaber zurücktritt. Ein Nachfolger rückt nach oder wird gewählt. Wer aufgibt, wirft sinnbildlich „das Handtuch“. Mehr dazu steht bei der Redewendung das Handtuch werfen.
Synonyme und Gegenteil von vakant
Je nach Zusammenhang passen unterschiedliche Wörter. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Alternativen.
| Wort | Passt zu | Beispiel |
|---|---|---|
| unbesetzt | Stellen, Posten | Die Stelle ist unbesetzt. |
| frei | Plätze, Zimmer | Der Platz ist noch frei. |
| offen | Ausschreibungen | Die Position ist offen. |
| leer | Sitze, Räume | Der Stuhl steht leer. |
| verwaist | Ämter, Pfarrstellen | Die Pfarrei ist verwaist. |
Das Gegenteil lautet „besetzt“. Auch „vergeben“ oder „innegehabt“ passen, je nach Satz. Ein Amt ist besetzt, sobald jemand es antritt.
Kurzantwort: Das Gegenteil von vakant ist besetzt. Wer eine vakante Stelle übernimmt, beendet die Vakanz.
Früher hießen Ferien Vakanz
Ein Blick in die Sprachgeschichte lohnt sich. Laut Wikipedia bezeichnete „Vakanz“ früher auch die Schulferien. Das erkennt man an verwandten Wörtern wie niederländisch „vakantie“, französisch „vacances“ und englisch „vacation“. In Luxemburg und Polen (wakacje) hat sich diese Bedeutung bis heute gehalten. Die Ferien sind gedanklich eine Zeit, in der Schule und Arbeit „leer“ bleiben.
So verwenden Sie vakant richtig
Wer das Wort schreibt, beachtet ein paar einfache Regeln.
- Vakant bezieht sich auf Positionen, nicht auf Personen. „Der Chef ist vakant“ ist falsch.
- Es steht meist als Prädikat: „Die Stelle ist vakant.“
- Als Attribut wird es gebeugt: „eine vakante Stelle“.
- Im Alltag klingt „frei“ oder „offen“ oft natürlicher.
Wer sich für weitere Redewendungen interessiert, stöbert in der Übersicht Redewendungen und Sprichwörter. Ein Beispiel ist das Bild vom Aufgeben in die Flinte ins Korn werfen. Auch die Frage, was ein Sprichwort überhaupt ausmacht, klärt Sprichwort Bedeutung.
Fazit
Vakant beschreibt eine Position, die vorgesehen ist, aber gerade niemand ausfüllt. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und begegnet einem in Firmen, Kirchen, Politik und Sport. Wer es kennt, versteht Stellenanzeigen, Nachrichten und Amtstexte besser.
FAQ – Häufige Fragen
Was bedeutet vakant?
Vakant heißt unbesetzt oder frei. Das Wort beschreibt ein Amt, eine Stelle oder einen Titel, den gerade niemand innehat.
Wie spricht man vakant aus?
Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: va-KANT. Das v klingt wie ein w, wie in „Vase“.
Was ist ein Synonym für vakant?
Häufige Synonyme sind unbesetzt, frei, offen und leer. In Stellenanzeigen steht oft „zu besetzen“.
Was heißt eine Stelle ist vakant?
Die Stelle existiert im Stellenplan, aber derzeit arbeitet dort niemand. Der Arbeitgeber sucht oft schon Ersatz.
Was bedeutet vakant im Hotel?
Im Hotel steht „vakant“ auf manchen Belegungslisten für ein freies Zimmer. Gängiger sind dort die Begriffe „frei“ oder „verfügbar“.
Was ist Sedisvakanz?
So heißt die Zeit zwischen dem Tod oder Rücktritt eines Papstes und der Wahl seines Nachfolgers. Der Begriff bedeutet „leerer Stuhl“.
Was bedeutet vakant im Sport?
Ein Titel ist vakant, wenn ihn gerade niemand hält. Im Boxen kommt das etwa vor, wenn ein Champion den Gürtel abgibt.
Was ist der Unterschied zwischen vakant und frei?
Vakant klingt amtlicher und passt zu Stellen, Ämtern und Titeln. Frei ist der Alltagsbegriff für Plätze, Zimmer oder Zeit.
Woher kommt das Wort vakant?
Es geht auf das lateinische „vacare“ zurück, das „leer sein“ bedeutet. Die Vakanz stammt vom mittellateinischen „vacantia“.
Ist vakant ein Fremdwort?
Ja, vakant stammt aus dem Lateinischen. Es zählt zur gehobenen Amtssprache und taucht in Zeitungen und Behörden häufig auf.
Quellen

Ariane erklärt Technik so, wie sie es ihrer Mutter am Küchentisch erklären würde. Kurz, ohne Fachwörter, mit Beispiel.






