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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Random bedeutet im Deutschen „zufällig“, „beliebig“ oder „wahllos“. Das Wort stammt aus dem Englischen und gehört zur Jugendsprache. Wer etwas „random“ nennt, meint: Es geschah einfach so, ohne Plan und ohne erkennbaren Anlass.
Kurzantwort: Random heißt „zufällig, ohne besonderen Grund“. Als Adjektiv steht es auch für „irgendein, x-beliebig“, etwa in „ein random Typ“.
Das Wichtigste in Kürze
- Random kommt vom englischen Wort für „zufällig“.
- Im Alltag bedeutet es „einfach so“ oder „x-beliebig“.
- Das Wort gilt als Jargon der Jugendsprache.
- In der Technik meint es zufällig erzeugte Werte.
Random Bedeutung: Was das Wort heute meint
Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) führt random als Adjektiv mit zwei Bedeutungen. Die erste lautet: zufällig und ohne bestimmten Grund, Anlass oder Plan. Die zweite lautet: irgendein oder irgendjemand, also nichts Bestimmtes oder Besonderes. Als Synonym nennt das Wörterbuch „x-beliebig“. Beide Bedeutungen sind als Jargon gekennzeichnet, besonders als Jugendsprache.
Das Wort beschreibt also zwei Dinge. Es kann ein Ereignis meinen, das ohne Zusammenhang eintritt. Es kann aber auch eine Person oder Sache meinen, die austauschbar ist. In beiden Fällen schwingt Überraschung mit, manchmal auch ein leichtes Kopfschütteln.
Herkunft: Vom englischen „random“ ins Deutsche
Das Wort ist eine Entlehnung. Laut Wiktionary stammt es vom englischen „random“ mit der Bedeutung „zufällig“. Im Englischen ist das Wort seit langem üblich. Es steht dort für Zufall in vielen Lebensbereichen, von der Statistik bis zum Alltag.
Im Deutschen setzte sich das Wort vor allem über Internet, Serien und Musik durch. Junge Leute nutzten es zuerst im Gespräch und in Chats. Inzwischen taucht es auch in Zeitungen auf. Das DWDS belegt es mit Beispielen aus großen Tageszeitungen, meist in wörtlicher Rede oder mit Distanz zum Ausdruck.
Random in der Jugendsprache: Beispiele aus dem Alltag
Die Jugendsprache wechselt schnell. Manche Wörter verschwinden nach wenigen Jahren. Random hält sich schon länger, weil es eine Lücke füllt: Es sagt in einem Wort, dass etwas unerwartet und ohne Zusammenhang kommt. Typische Sätze lauten:
- „Wir sind random in den Park gegangen.“ (Es gab keinen Plan.)
- „Da stand so ein random Typ vor der Tür.“ (Ein Unbekannter, x-beliebig.)
- „Der Film war total random.“ (Die Handlung ergab wenig Sinn.)
- „Ich hab random angerufen.“ (Ohne besonderen Anlass.)
Kurzantwort: „Das ist so random“ bedeutet: Das passt zu nichts und kam aus dem Nichts. Der Satz ist meist neutral oder amüsiert gemeint.
Random als Adjektiv, Adverb und Füllwort
Grammatisch verhält sich random flexibel. Vor einem Nomen steht es als Adjektiv, oft ohne Endung: „ein random Ort“, „random Leute“. Nach dem Verb wirkt es wie ein Adverb: „Das lief ziemlich random ab.“ Im Gespräch dient es außerdem als Kommentar: „Total random, oder?“
Die fehlende Endung gilt als Merkmal der gesprochenen Sprache. Wer formell schreibt, greift besser zu deutschen Wörtern wie „zufällig“ oder „beliebig“. In Chats und Social Media fällt die Endung dagegen kaum auf.
Random in Technik und Wissenschaft
Außerhalb der Jugendsprache hat random eine strengere Bedeutung. In der Informatik erzeugt ein Zufallszahlengenerator Zahlenfolgen, die sich nicht vorhersagen lassen. Programmiersprachen bieten dafür Funktionen mit dem Namen „random“. Auch der Zufallsmodus vieler Musikplayer trägt diese Bezeichnung.
Das DWDS führt diese Fachverwendung getrennt auf. Dort steht random für Datenzugriffe ohne feste Reihenfolge, etwa beim „Random Access“. Der Gedanke dahinter bleibt derselbe: Es gibt keine vorgegebene Ordnung.
Synonyme und Gegenteile von random
Je nach Satz passen unterschiedliche deutsche Wörter. Die Tabelle zeigt die gängigsten Ersatzformen.
| Beispiel mit random | Deutsche Alternative |
|---|---|
| ein random Typ | ein x-beliebiger Mensch |
| random losgehen | spontan losgehen |
| total random | völlig zusammenhanglos |
| random anrufen | ohne Anlass anrufen |
| random auswählen | zufällig auswählen |
Als Gegenteil gelten gezielt, absichtlich, geplant oder systematisch. Wer etwas mit Absicht tut, handelt nicht random. Diesen Gegensatz nutzen Sprecher gern, um Situationen zu beschreiben, die eben nicht zufällig wirken.
Ähnliche Ausdrücke aus dem Sprichwortatlas
Wer sich für Wörter mit Geschichte interessiert, findet weitere Beispiele. Der Ausdruck Running Gag stammt ebenfalls aus dem Englischen. Ein weiteres Lehnwort ist cool, das längst zum Alltag gehört. Für Zufall im Sinne von Beliebigkeit passt auch null-acht-fuenfzehn, denn das steht für Gewöhnliches ohne Besonderheit.
Fazit
Random bedeutet zufällig, beliebig und ohne erkennbaren Grund. Das englische Lehnwort hat sich in der deutschen Jugendsprache fest etabliert und taucht sogar in Zeitungen auf. Im Alltag passt es für überraschende Momente und unbekannte Personen. In der Technik beschreibt es zufällig erzeugte Werte. Wer formell schreibt, nimmt besser „zufällig“ oder „beliebig“.
FAQ – Häufige Fragen
Was bedeutet random auf Deutsch?
Random heißt zufällig, beliebig oder wahllos. In der Jugendsprache steht das Wort für etwas, das einfach so und ohne erkennbaren Grund passiert.
Wie spricht man random aus?
Deutschsprachige Sprecher sagen meist „Ränndom“. Das kommt der englischen Aussprache nahe. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe.
Ist random ein deutsches Wort?
Nein, es stammt aus dem Englischen. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache führt es trotzdem als eigenes Stichwort, mit dem Hinweis auf Jargon und Jugendsprache.
Wie schreibt man random richtig?
Klein und mit einem d in der Mitte. Als Adjektiv oder Adverb bleibt es kleingeschrieben, im Satz „Das war so random“ ebenso wie in „Ein random Typ stand da“.
Was ist ein random Typ?
Damit ist ein x-beliebiger Mensch gemeint, den der Sprecher nicht kennt und der keine besondere Rolle spielt. Manchmal schwingt auch Verwunderung mit.
Was heißt „das ist so random“?
Der Satz sagt: Das kam überraschend und passt zu nichts. Er beschreibt etwa einen Themenwechsel mitten im Gespräch oder eine ungewöhnliche Begegnung.
Ist random eine Beleidigung?
Nein. Das Wort beschreibt meist einfach Zufall und wertet kaum ab. Nur im Ton kann es abschätzig klingen, etwa wenn jemand „random Leute“ sagt und Geringschätzung meint.
Was bedeutet random in der Informatik?
Dort steht random für zufällig erzeugte Werte. Ein Zufallszahlengenerator liefert Zahlen, die sich nicht vorhersagen lassen. Auch der Zufallsmodus beim Musikplayer heißt oft „Random“.
Was ist das Gegenteil von random?
Gemeint ist etwas Geplantes, Gezieltes oder Bestimmtes. Gängige Gegenwörter sind gezielt, absichtlich, systematisch und durchdacht.
Wo hört man random am häufigsten?
Vor allem unter jungen Leuten, in Chats, auf Social Media und in Serien. Zeitungen zitieren das Wort inzwischen ebenfalls, meist in Anführungszeichen oder in wörtlicher Rede.
- From the horse’s mouth: Herkunft und Bedeutung
- It’s Greek to me: englische Redewendung erklärt
- Redewendung und Sprichwörter im Vergleich
Quellen
- DWDS: random, Bedeutung und Beispiele
- Wiktionary: random
- Wikipedia: Jugendsprache
- Wikipedia: Zufallszahlengenerator

Ariane erklärt Technik so, wie sie es ihrer Mutter am Küchentisch erklären würde. Kurz, ohne Fachwörter, mit Beispiel.






