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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
„Implementieren“ bedeutet, etwas Geplantes in die Tat umzusetzen und in ein bestehendes System einzubauen. In der Informatik heißt das: Software in ein Computersystem einsetzen, bis ein lauffähiges Programm entsteht. In Politik, Verwaltung und Unternehmen meint das Wort, Regeln, Standards oder Vorgaben praktisch anzuwenden.
Kurzantwort: Implementieren heißt umsetzen, einbauen oder einführen. Wer eine Software, eine Regel oder einen Prozess implementiert, macht aus einem Plan etwas, das im Alltag funktioniert.
Das Wichtigste in Kürze
- Bedeutung: umsetzen, einbauen, in die Praxis überführen.
- Herkunft: englisch „to implement“, ursprünglich lateinisch „implere“ (anfüllen, erfüllen).
- Hauptgebiete: Informatik, Verwaltung, Politik und Management.
- Grammatik: schwaches Verb, Perfekt „hat implementiert“.
Implementieren: Bedeutung im Überblick
Das Wort beschreibt immer denselben Kern. Am Anfang steht ein Plan, ein Entwurf oder eine Vorgabe. Am Ende steht etwas, das tatsächlich läuft. Implementieren ist der Schritt dazwischen.
Der Duden ordnet das Verb vor allem der EDV zu. Dort bedeutet es, Software oder Hardware in ein bestehendes Computersystem einzusetzen und so ein funktionsfähiges Programm zu erstellen. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) nennt eine zweite Bedeutung. In der Verwaltung heißt implementieren, rechtliche Regeln, Standards oder Vorgaben in einem Bereich umzusetzen und anzuwenden.
| Bereich | Was implementiert wird | Beispiel |
|---|---|---|
| Informatik | Algorithmus, Funktion, Schnittstelle | Eine Entwicklerin implementiert eine Suchfunktion. |
| Politik | Gesetz, Abkommen, Reform | Ein Staat implementiert eine EU-Richtlinie. |
| Unternehmen | Prozess, Standard, neues System | Eine Firma implementiert ein neues Qualitätsmanagement. |
| Schule und Bildung | Lehrplan, Konzept | Eine Schule implementiert ein Konzept für digitales Lernen. |
Herkunft des Wortes „implementieren“
Das Verb kam über das Englische ins Deutsche. Das englische „to implement“ bedeutet laut DWDS „vervollständigen, erfüllen, durchführen, verwirklichen“. Es geht auf das Substantiv „implement“ zurück. Das heißt Werkzeug, Gerät oder Hilfsmittel.
Die Wurzel liegt im Lateinischen. Das spätlateinische „implementum“ steht für Erfüllung oder Vollziehung. Es stammt von „implere“ ab, das „anfüllen“ und „erfüllen“ bedeutet. Das Bild dahinter ist anschaulich: Ein leerer Rahmen wird mit Inhalt gefüllt, bis er seinen Zweck erfüllt.
Implementieren in der Informatik
In der Softwareentwicklung ist das Wort Alltag. Wikipedia beschreibt die Implementierung dort als das Umsetzen eines Algorithmus oder Softwareentwurfs in ein Computerprogramm. Ein Team entwirft zuerst, was ein Programm leisten soll. Danach schreibt es den Code, testet ihn und baut ihn in das bestehende System ein.
Typische Verbindungen laut DWDS sind „einen Algorithmus implementieren“, „eine Funktion implementieren“ oder „eine Schnittstelle implementieren“. Oft stehen drei Verben nebeneinander: konzipieren, entwickeln und implementieren. Das zeigt die Reihenfolge der Arbeit gut.
- Konzipieren: Ziel und Aufbau festlegen.
- Entwickeln: den Code schreiben und testen.
- Implementieren: den Code in das echte System einbauen, damit er dort läuft.
Implementieren in Politik und Verwaltung
Auch Politik und Verwaltung verwenden das Wort häufig. Wikipedia nennt die Implementation dort den Prozess, Gesetze und Verordnungen in konkrete Tatsachen und Leistungen umzusetzen. Diese Aufgabe liegt vor allem bei den Ebenen der staatlichen und kommunalen Verwaltung.
Ein Beispiel: Der Bundestag beschließt ein neues Gesetz. Danach müssen Behörden Formulare anpassen, Personal schulen und Abläufe ändern. Erst dann ist das Gesetz implementiert. Bei EU-Richtlinien spricht man oft auch von „Umsetzung in nationales Recht“.
Implementieren oder umsetzen? Synonyme im Vergleich
Viele Menschen empfinden „implementieren“ als Fachjargon. Das DWDS kennzeichnet die Verwaltungsbedeutung ausdrücklich als Jargon. In vielen Texten passt deshalb ein einfacheres Wort besser.
| Synonym | Passt gut, wenn … |
|---|---|
| umsetzen | ein Plan oder Beschluss Wirklichkeit wird |
| einführen | etwas Neues zum ersten Mal genutzt wird |
| einbauen | ein Teil in ein vorhandenes Ganzes kommt |
| verwirklichen | eine Idee oder ein Ziel greifbar wird |
| programmieren | es um das Schreiben von Code geht |
Die Faustregel ist einfach. In der IT ist „implementieren“ präzise und üblich. Im Alltag klingt „umsetzen“ oder „einführen“ meist natürlicher.
Kurzantwort: Das beste deutsche Wort für „implementieren“ ist meist „umsetzen“. In der Softwareentwicklung bleibt „implementieren“ der gängige Fachbegriff.
Grammatik: So wird „implementieren“ gebeugt
Implementieren ist ein schwaches, regelmäßiges Verb. Die Worttrennung lautet im-ple-men-tie-ren. Die Betonung liegt auf der Silbe „-tie-“. Das Perfekt bildet es mit „haben“.
| Form | Beispiel |
|---|---|
| Präsens | Sie implementiert die neue Funktion. |
| Präteritum | Sie implementierte die neue Funktion. |
| Perfekt | Sie hat die neue Funktion implementiert. |
| Partizip II | implementiert |
Das zugehörige Substantiv heißt „Implementierung“ oder „Implementation“. Beide Formen sind korrekt. Wikipedia verwendet für die Softwaretechnik „Implementierung“ und für die Politik „Implementation“.
Beispielsätze mit „implementieren“
- Das Team implementiert die neue Zahlungsfunktion bis Ende des Monats.
- Die Stadt hat das neue Parkkonzept erfolgreich implementiert.
- Der Algorithmus ist in Python implementiert.
- Viele Firmen implementieren feste Regeln für den Datenschutz.
- Die Schule will ein neues Leseprogramm implementieren.
Wer Pläne lange liegen lässt, schiebt sie auf die lange Bank. Wer ein Ziel öffentlich ankündigt, hat es sich auf die Fahne geschrieben. Implementieren ist der Moment, in dem aus dem Vorsatz Wirklichkeit wird.
Fazit
Implementieren bedeutet, etwas Geplantes umzusetzen und in ein bestehendes System einzubauen. Das Wort stammt aus dem Englischen und hat lateinische Wurzeln. In der IT ist es ein fester Fachbegriff. In Politik, Verwaltung und Unternehmen beschreibt es die Umsetzung von Regeln und Konzepten. Im Alltag reicht oft das einfachere „umsetzen“.
FAQ – Häufige Fragen
Was bedeutet implementieren auf Deutsch?
Implementieren bedeutet umsetzen, einbauen oder einführen. Aus einem Plan wird etwas, das tatsächlich funktioniert.
Woher kommt das Wort implementieren?
Es kommt vom englischen „to implement“. Die Wurzel ist das lateinische „implere“ mit der Bedeutung „anfüllen, erfüllen“.
Was heißt implementieren in der IT?
In der IT heißt es, Software in ein bestehendes System einzubauen. Am Ende steht ein lauffähiges Programm.
Ist implementieren ein Fremdwort?
Ja. Es ist ein Lehnwort aus dem Englischen mit lateinischem Ursprung. Der Duden führt es als schwaches Verb.
Wie lautet das Partizip von implementieren?
Das Partizip II lautet „implementiert“. Das Perfekt bildet man mit „haben“: „Sie hat es implementiert.“
Was ist der Unterschied zwischen Implementierung und Implementation?
Beide Wörter meinen dasselbe. Wikipedia nutzt „Implementation“ vor allem für Politik und Verwaltung.
Welches Synonym passt für implementieren?
Gute Synonyme sind umsetzen, einführen, einbauen und verwirklichen. Welches passt, hängt vom Zusammenhang ab.
Kann man Regeln implementieren?
Ja. Das DWDS nennt ausdrücklich Regeln, Standards und Vorgaben. Diese Verwendung gilt aber als Verwaltungsjargon.
Wie trennt man implementieren?
Die Worttrennung lautet im-ple-men-tie-ren. Betont wird die Silbe „-tie-“.
Ist implementieren dasselbe wie programmieren?
Nicht ganz. Programmieren ist das Schreiben von Code. Implementieren umfasst auch das Einbauen in das bestehende System.
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Quellen

Susanne erklärt digitale Alltagsdinge geduldig und Schritt für Schritt. Wer bei ihr liest, muss nichts vorher wissen.






