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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Der Spruch „Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büssen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer der Weser Fluss“ beschreibt den Zusammenfluss der beiden Flüsse Werra und Fulda in Hann. Münden. Genau an dieser Stelle entsteht die Weser, weil beide Flüsse dort ihren eigenen Namen verlieren. Der Vers steht seit 1899 eingraviert auf dem Weserstein am Zusammenfluss.
Kurzantwort: Der Spruch beschreibt den Zusammenfluss von Werra und Fulda in Hann. Münden, aus dem die Weser entsteht. Er steht seit 1899 auf dem sogenannten Weserstein.
Der vollständige Wortlaut des Werra-Fulda-Spruchs
Der bekannte Vierzeiler lautet vollständig:
„Wo Werra sich und Fulda küssen,
Sie ihre Namen büssen müssen,
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.„
Der Reim spielt mit dem Bild eines Kusses, bei dem beide Flüsse buchstäblich ihre Identität verlieren. Ab dem Zusammenfluss trägt das Gewässer nur noch den Namen Weser, bis es bei Bremerhaven in die Nordsee mündet.
Wo genau treffen sich Werra und Fulda?
Der Zusammenfluss liegt direkt in der Altstadt von Hann. Münden in Niedersachsen, einer Stadt, die wegen dieser besonderen Lage auch „Dreiflüssestadt“ genannt wird. Die Werra kommt aus dem Thüringer Wald und legt rund 300 Kilometer zurück, bevor sie Münden erreicht. Die Fulda entspringt in der Rhön und ist mit etwa 220 Kilometern etwas kürzer. Beide Flüsse fließen an dieser Stelle sichtbar ineinander, bevor sie gemeinsam als Weser weiterziehen.
| Fluss | Länge | Quellgebiet |
|---|---|---|
| Werra | ca. 300 km | Thüringer Wald |
| Fulda | ca. 220 km | Rhön |
| Weser | ca. 452 km | entsteht in Hann. Münden |
Der Weserstein: Denkmal für den Zusammenfluss
Am Zusammenfluss steht seit 1899 der Weserstein, ein rund 70 Zentner schwerer Quarzblock aus den Wäldern rund um Münden. Gestiftet wurde er vom Mündener Kaufmann Carl Natermann und seinem Sohn, der den berühmten Vers selbst verfasst hat. Zur EXPO 2000 kam ein zweiter, kleinerer Weserstein hinzu, der eine humorvolle Inschrift des Künstlers Nedko Solakov trägt und den ursprünglichen Spruch modern kommentiert.
Kurzantwort: Der Weserstein steht auf der Tanzwerder-Insel in Hann. Münden, ist frei zugänglich und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Warum die Weser keine eigene Quelle hat
Anders als die meisten großen Flüsse entspringt die Weser nicht aus einer einzelnen Quelle. Sie entsteht erst durch das Zusammentreffen von Werra und Fulda. Geografisch zählt dieser Punkt deshalb offiziell als Beginn der Weser, auch wenn beide Zuflüsse selbst schon deutlich längere Strecken zurückgelegt haben. Diese Besonderheit macht Hann. Münden zu einem beliebten Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer entlang der Flusslandschaft. Der Weser-Radweg beginnt offiziell direkt am Zusammenfluss und führt von dort über 500 Kilometer bis an die Nordseeküste.
Warum der Spruch bis heute populär ist
Der Reim funktioniert, weil er ein geografisches Phänomen in ein einprägsames Bild übersetzt. Generationen von Schulklassen und Touristen haben sich den Vers gemerkt, gerade weil er kurz, rhythmisch und leicht verständlich ist. Viele Besucher fotografieren sich heute noch direkt am Weserstein mit dem eingravierten Text im Hintergrund, oft als kleines Andenken an den Ausflug. Der Spruch taucht auch in Reiseführern, Stadtführungen und Lehrmaterial zur Geografie Niedersachsens regelmäßig auf. Manche Schulen in der Region nutzen ihn sogar als Eselsbrücke im Erdkundeunterricht, um sich die Entstehung der Weser einzuprägen.
Hann. Münden für Besucher: mehr als nur der Weserstein
Wer wegen des Spruchs anreist, findet in Hann. Münden noch weit mehr sehenswerte Orte. Die Altstadt gilt als eine der am besten erhaltenen Fachwerkstädte Deutschlands mit rund 700 historischen Fachwerkhäusern. Vom Weserstein aus führt ein kurzer Spaziergang direkt zum historischen Rathaus und zur Sankt-Blasius-Kirche. Auch Flusskreuzfahrten starten in der Saison genau an dieser Stelle, weil Touristen den symbolischen Startpunkt der Weser gern per Schiff erleben möchten. Am besten lässt sich die Aussicht von der Werrabrücke genießen, von der aus beide Flüsse und ihr Zusammenfluss gut sichtbar sind.
Fazit
Der Werra-Fulda-Spruch erklärt anschaulich, wie aus zwei eigenständigen Flüssen die Weser entsteht. Seit über 125 Jahren erinnert der Weserstein in Hann. Münden an diesen besonderen Ort. Wer die Stadt besucht, findet den Vers direkt am Zusammenfluss eingraviert und kann das „Küssen“ der beiden Flüsse mit eigenen Augen sehen.
FAQ – Häufige Fragen
Wie lautet der vollständige Werra-Fulda-Spruch?
„Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büssen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.“
Wo befindet sich der Zusammenfluss von Werra und Fulda?
In der Altstadt von Hann. Münden in Niedersachsen, direkt am sogenannten Weserstein.
Wer hat den Spruch über Werra und Fulda geschrieben?
Der Sohn des Mündener Kaufmanns Carl Natermann verfasste den Vers, der Vater stiftete 1899 den Weserstein dafür.
Warum hat die Weser keine eigene Quelle?
Die Weser entsteht erst durch den Zusammenfluss von Werra und Fulda. Vorher tragen beide Flüsse ihre eigenen Namen.
Wie lang ist die Werra bis zum Zusammenfluss?
Die Werra legt bis Hann. Münden rund 300 Kilometer zurück und kommt ursprünglich aus dem Thüringer Wald.
Wie lang ist die Fulda bis zum Zusammenfluss?
Die Fulda ist bis zu diesem Punkt etwa 220 Kilometer lang und entspringt in der Rhön.
Seit wann steht der Weserstein in Hann. Münden?
Der Weserstein steht seit 1899 an der heutigen Stelle und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.
Warum heißt Hann. Münden Dreiflüssestadt?
Weil dort Werra, Fulda und die neu entstehende Weser sichtbar aufeinandertreffen, was der Stadt diesen Beinamen eingebracht hat.
Gibt es noch einen zweiten Weserstein?
Ja, zur EXPO 2000 kam ein kleinerer zweiter Stein mit einer humorvollen, modernen Inschrift des Künstlers Nedko Solakov hinzu.
Ist der Weserstein frei zugänglich?
Ja, der Stein steht auf der Tanzwerder-Insel und lässt sich kostenlos zu Fuß von der historischen Altstadt aus erreichen.
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Quellen

David bastelt an Handys, Rechnern und WLAN und schreibt auf, was beim Einrichten wirklich hakt.






